Fischtuberkulose ( Tuberculosis piscium) - Fischkrankheit

Krankheitsbild: Die Symptome dieser Krankheit außerordentlich mannigfaltig.

Die Tiere zeigen oft Fressunlust und es kommt zu Abmagerung der Fische (Hohlbäuchigkeit, Messerrücken) Die Farben hellen auf, es entsteht Entzündungen der Haut, die Flossen bilden sich zurück und innere Organe werden nekrotisch bzw. an und in bilden sich Knötchen. Weiterhin sind befallene Fische apathisch und zeigen Schwimmstörungen. Andere Anzeichen der Krankheit sind Glotzaugen und Herausfallen der Augen, Schuppendefekte und Verkrüppelung der Kiefer und der Wirbelsäule.

Untersuchungstechnik:

Eine genaue Diagnose der Fischtuberkulose kann nur durch den Nachweis von säurefesten, unbeweglichen grampositiven Stäbchen gegeben werden. Für den Laien ist ein solcher Nachweis schwierig. Man fertigt von Darm, Herz, Niere und Leber Zupfpräparate, außerdem werden von Niere und Milz Organausstriche hergestellt.

Die Untersuchung erfolgt bei 120-600 facher Vergrößerung für die Zupfpräparate und mit Olimmersion (1300 Fach) für die Organausstriche.

Erreger:

Der wahrscheinliche Erreger der Fischtuberkulose sind Bakterien der Gattung Mycobacterium. Es handelt sich bei diesen Bakterien um gerade oder kommaförmige Stäbchen, die säurefest und? grampositiv sind. Mycobacterium kann sich in einem Temperaturbereich zwischen 10 und 37? Cvermehren. Das Temperaturoptimum liegt bei 25? C. Die Länge der Stäbchen beträgt 1-6 ym. Mycrobakterium piscium kann fast alle Arten von Süsswasserfischen befallen.

Pathogenit?t:

Die Fischtuberkulose ist die gefährlichste Krankheit der Aquarienfische. Sie sind sehr ansteckend und wird meist von Fisch zu Fisch übertragen. Ansteckungen können auch über den Bodengrund erfolgen. Fischtuberkulose kann akut ausbrechen und dann die Fische schlagartig ohne deutliche äußere Symptome vernichten. Der Krankheitsverlauf kann auch langsam (latent) sein und die Symptome sind je nach den befallenen Organen unterschiedlich (siehe Krankheitsbild).

Die Gefährlichkeit dieser Krankheit liegt hauptsächlich darin, dass durch sie die befallenen Gewebe nekrotisch werden.

Therapie:

Eine medikamentöse Behandlung der Fischtuberkulose ist nur in engen Grenzen mit Antibiotika (Tetracyclin) möglich. Das Hauptaugenmerk sollte man, da es sich bei der Fischtuberkulose um eine Schwächekrankheit handelt, auf ihre Verhütung legen. Die Ernährung der Fische sollte aus diesem Grund möglichst vielseitig sein. Die Becken dürfen keinen starken Besatz zu starken Besatz aufweisen und die Wassermenge muss für die Anzahl der gehaltenen Fische in einer richtigen Relation stehen (5 Liter pro Fisch). Weiterhin muss auf absolute Sauberkeit im Becken geachtet werde.