Pflanzen die abgestorben sind oder Futterreste, Harn und Kot führen bei natürlichem Abbau zu Stickstoffverbindungen, aus denen im Bodengrund und Filter lebende, außerordentliche nützliche Bakterien unter Einbeziehung von Sauerstoff Nitrit (NO²) herstellen.
Nitrit ist ein gefährliches, rasch wirkendes Gift, das mit den aquaristisch gängigen Methoden überhaupt nicht messbar sein darf. Schon ab 0,1 Milligramm pro Liter (mg/L) NO² müssen sämtliche Alarmsirenen heulen und sofort mindestens 30% des Aquariumwassers gegen frisches, unbelastetes Wasser ausgetauscht werden.
Hohe Nitritkonzentrationen kommen nicht einfach so, sondern sind überwiegend das logische Ergebnis dessen, was Menschen in ein Aquarium hineintun.
Viel zu früh werden zu viele Fische eingesetzt und viel zu viel gefüttert. Wer mit dem Fischkauf nicht wenigstens ein paar Wochen (empf. 4-8 Wochen) warten kann, bis Aquariumwasser und Filter eingefahren sind und bis sich genügend Aquarienbakterien aufgebaut haben, der hat die Bescherung. Hoher Nitritgehalt wird zwar oft als Störung im Bakterienhaushalt interpretiert, ist aber meistens dort ein Problem, wo es einen solchen haushalt noch gar nicht gibt.
Mit Wasseraufbereitung und Filterstartern kann man zwar das Bakterienwachstum beschleunigen, aber die nötige Entwicklungszeit auf nicht nun wenige Tage verkürzen. Wer 4-8 Wochen warten wird von Nitritproblemen höchstwahrscheinlich verschont bleiben.
Nitrit ist gefährlich
Nitrate NO², die Salze der Salphertsäure und die Stufe beim Stickstoffabbau, sind in der Natur etwas sehr ungewöhnliches.
In Süßwassern der Erde, kommen sie überhaupt nicht oder nur selten vor. dagegen sind die im Aquarium in sehr hohen Massen vorhanden. Hohe Nitratgehalte kommen oft schon im Leitungswasser vor.
Die Trinkwasserverordnung schreibt höchstens 50 Mg Nitrat pro Liter vor.
In zu dicht besetzen oder zu schlecht gepflegten Aquarien kann man Werte von 500mg/l NO² und darüber messen. Das sollte jedoch nur sehr schlechten Aquarienbesitzern von Aquarienpflegern kann man da wirklich nicht mehr sprechen.
Passieren ist vermeidbar und gefährlich dazu, denn ab einem Gehalt von 100mg/l beginnt die Gefahr einer schnellen Reduzierung von Nitrat zu giftigen Nitrit an den die Fische sterben.
Nitratgehalt ab 100 mg/l sind ein deutliches Warnsignal für die Fische. Überfütterung oder sehr nachlässige Wasserpflege sind die Hauptfaktoren. #
Wie kann man vorbeugen?
Nitrate sind wirksame Pflanzendünger und werden dem Wasser durch Pflanzenwachstum entzogen. Regelmässiges zurückschneiden von Pflanzen entfernt überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser.
Halte dich ein wenig zurück auch wenn dieser oder jener Fisch gefällt. Weniger Fische verstoffwechseln weniger Nahrung was den Stickstoffeintrag ans erträgliche hält.
Stickstoffverwertende Bakterien siedeln hauptsächlich auf Filteroberfläche. Grobe und großflächige Filtermedien unterstützen ihre nützliche Funktion.
Aquarianer helfen sich bei der Arbeit indem sie Vorfilter verwenden, die groben Schmutz wirklich zurückhalten. Regelmäßiger Teilwasserwechsel jede Woche oder mindestens alle 14 Tage rund 30% ist die zuverlässigste Art sich vor Nitrat und Nitrit zu schützen.